16. März 2014

Alles neu

Mittlerweile ist es ja schon fast peinlich nun doch wieder ein Posting zu verfassen, aber ich habe darüber nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen mich wieder mal zu melden.
Hier ist es extrem ruhig geworden, nicht zuletzt, weil ich mit voller Stelle arbeite, nun hat sich allerdings im Hause Brause auch sonst sehr viel geändert. Der Lausejunge und ich leben mittlerweile alleine, weil der Herr des Hauses und ich es zusammen einfach nicht mehr schaffen. Ja, ich habe überlegt ob ich das hier überhaupt veröffentlich soll, aber muss ich mich dafür wirklich schämen?!
Niemand wünscht sich seine Ehe aufzugeben und seinem zweijährigen Kind die Familie nehmen zu müssen, aber wenn quasi keine andere Wahl gibt muss man den Schritt leider gehen. Es bringt einen Haufen Probleme mit sich, auch wenn man so schon genug hatte. Wir sind nun seit Wochen schon bei dem Versuch uns neu zu orientieren.
Permanent zermarterte ich mir den Kopf wie alles werden wird, wie sagt man es der Umwelt? Was antwortet man den Nachbarn? Wie erklärt man es dem Lausejungen? Wie gehe ich mit der Scham um gescheitert zu sein? Wer bin eigentlich ich noch, die jetzt nicht mehr Ehefrau ist? Wird alles irgendwann wieder gut? Anders aber gut in der neuen Situation? Wie schaffen das andere? Und die größte Sorge: Nimmt das Kind Schaden?
Es ist schlimm sage ich euch, die ganze Situation. Es war vor der Entscheidung schlimm und jetzt ist es das auch.
Aber wir leben noch, das sei mal auf die Positivliste geschrieben. Und irgendwie dreht die Welt sich weiter, auch wenn man in diesem Höllenzustand gern die Pausetaste drücken möchte, um sich richtig auszuweinen. Ich muss geduldig sein und nach vorne schauen, irgendwie:

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11. Februar 2014

Upcyclingdienstag: Sweatshirtjacke goes Stiftemäppchen

Es gibt da ein paar Kleidungsstücke, die liebe ich über Jahre hinweg. So z.B. diese Sweatshirtjacke:

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Nun muss ich ganz offen zugeben, dass so eine Schwangerschaft einen Körper nicht unbedingt schöner macht. Obwohl ich nur 1 kg mehr auf den Rippen habe als vor der Schwangerschaft, ist meine Figur komplett anders – um nicht zu sagen ein Desaster (in meinen Augen). Nun habe ich mich von meiner Jacke getrennt.
Ich habe die Bündchen am Ärmel abgeschnitten und danach zwei etwa 25 cm lange Ärmelstücke. Naht rausgeschnitten und Reißverschlüsse rausgesucht:

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Reißverschluss in eins der Stücke eingenäht, Seiten zugenäht, gewendet und dann:

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Ein Stiftemäppchen!
Es sollten zwei werden, daher auch zwei Reißverschlüsse, aber ich hatte dann doch weniger Zeit. Mit dem kleinen Projekt nehme ich endlich wieder an Ninas Upcyclingdienstag teil und lasse es Creadienstag hüpfen.

17. Januar 2014

Hallo 2014

Bevor ich hier versuche die letzten acht Wochen nieder zu schreiben, wünsche ich euch allen erstmal ein tolles 2014!
Ich bin seeeeehr ruhig ins neue Jahr gekommen, da Silvester mich aber emotional eh immer aus den Klotschen Haut bin ich froh darum. Während meiner Winterferien habe ich kurzfristig noch ein Weihnachtsgeschenk für den Lausejungen genäht:

20140115-121828.jpg Zugegeben bin ich über das Kissen mit passender Pixibuchhülle ein wenig mehr abgegangen als der Adressat, aber das sollte man einem Zweijährigen wohl nicht krumm nehmen. Mit meinen ultracoolen Weihnachtsgeschenk (E-Reader) habe ich auch viel Zeit verbracht und schon 2,5 Bücher gelesen. Am liebsten hier:

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Ein Jahresbeginn setzt in mir oftmals “Aufräumfieber” frei, so dass ich Onlineaktionen geschaltet habe und etliche Bücher losgeworden bin. Der neue Wandkalender wird von mir immer liebevoll mit feststehenden Terminen (Urlaub! Geburtstage und Erinnerungen) versehen. So habe ich das Gefühl alles im Griff zu haben (man muss nur wissen wie man sich selbst Erfolgserlebnisse verschafft *hihi). Vorgenommen habe ich mir für das Jahr eigentlich nicht wirklich was. Möchte regelmäßiger meine Großeltern besuchen und versuchen mehr bei “mir” zu sein, was als berufstätige Mama nicht immer einfach ist.
Außerdem habe ich das Häkeln wieder begonnen und der Lausejunge mag es auch:

20140115-122657.jpg Mit einer eigenen Nadel stochert er gern im Wollknäuel herum und fordert mich mit den Worten “Mama, sollen wir wieder nageln?” auf weiterzumachen.

14. Januar 2014

Fahrradschlauch goes Gürtel: Upcycling Dienstag

Nach längerer Pause melde ich mich heute mit einem Beitrag zu Ninas Upcycling Dienstag wieder. Streng genommen ist es gar nicht mein Beitrag, denn der Herr des Hauses war wieder kreativ. Ausgangsmaterial ist diesmal ein ausgedienter Fahrradschlauch, wovon wir eine ganze Tüte voll haben:

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Ventil abgeschnitten, aufgeschnibbelt, einmal gewaschen und auf ein langes Stück LKW-Plane geklebt. Eine olle Gürtelschnalle mit eingenäht und zum Schluss Löcher reingestanzt. Fertig ist mein Geschenk, ein Gürtel:

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Abgefahren, oder?!
Dieses upgecycelte Unikat lasse ich heute auch zum Creadienstag hüpfen.

15. Dezember 2013

Countdown zum Jahresabschluss

In den vergangenen Wochen hier wieder nicht los, dafür im real life umso mehr.
Mit dem Lausejungen habe ich z.B. das erste Mal Kekse gebacken und zu einem Kaffeetrinken geladen:2013-12-06 15.20.59 Dazu hatte ich veganen Apfelkuchen und vegane Chai Brownies gebacken. War lecker!
Außerdem habe ich wieder für den Lausejungen genäht. Ich glaube mit den Raglans bin ich erstmal durch. Hätte Lust mal einen Kapuzenpulli zu nähen, aber wenn ichs wieder verhaue ist der schöne Stoff dahin, daher bin ich noch unschlüssig:
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Für den Lausejungen war der Nikolaus auch ein einschneidendes Erlebnis. Er hatte extra ein Bild für den guten Mann gemalt, welches am 06.12. tatsächlich gegen ein Päckchen Knete und einen Schokonikolaus eingetauscht war. Verwunderung pur! Mal sehen was es nun an Weihnachten wird. Sein Wunschzettel ist kurz und bestimmt: Smarties!

So, mit dem Shirt hüpfe ich nochmal in die Dezemberausgabe von Made4Boys und wünsche euch das Beste.

30. November 2013

Tauschgeschäft Vol.3

Nun ist es schon fast zwei Jahre her (ich dachte es sei höchtens ein Jahr *hups), da habe ich das letzte Mal mit euch Bücher getauscht. Heute habe ich wieder sechs Exemplare vom Regal genommen.
Das Ganze funktioniert so:
Ich möchte euch hier einige Bücher anbieten. Wer Interesse an einem oder mehreren dieser Werke hat, der hinterlässt einen Kommentar in dem er/sie mir sagt welches Buch das Gewünschte ist. Ich nehme dann per E-Mail Kontakt mit euch auf, damit ich eure Adresse erfahre und schicke euch das Buch. Und als kleines Tauschgeschäft sendet ihr mir eine Kleinigkeit die für euch passend erscheint. Ob etwas Selbstgemachtes, ein Stückchen Stoff, etwas Nähzubehör (wie z.B. ein paar Zentimeter Schrägband oder Webband), Stofffarbe, Stempel oder eine Karte mit 2000 € in kleinen Scheinen *hehe – ihr entscheidet selbst.
Hier sind die Bücher:

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Natascha Kampusch – 3096 Tage als gebundene Ausgabe. Ich fand es lesenswert und habe viel erfahren was man sonst nicht über dieses Drama gewusst hat.
Die hellen Tage – Zsusza Bank, habe ich im Urlaub gelesen und war ganz verzückt von der tollen Schreibweise der Autorin. Es ist nicht umsonst ein Kassenschlager.
Sieben Stunden im April – Susanne Preusker. Was diese Frau erlebt hat ist ein totaler Alptraum, ihre Erlebnisse verarbeitet sie nicht mit ausschweifenden Fakten sondern mit sehr geschickt geschriebenen Episoden. Absolut lesbar!
Hab ich selbst gemacht – Susanne Klingner, das ist natürlich der Klassiker. Zugreifen wer es noch nicht gelesen hat.
HypnoBirthing – Marie Mongan, für werdende Mütter ganz schön zu lesen. Es nimmt einem ein wenig die Befürchtung vor der Geburt und den damit verbundenen Schmerzen. Mir hat’s gefallen.
Das große Glück kommt nie allein ist eine leichte Lektüre für zwischendurch.

Und? Habt ihr was gefunden? Ich würde mich freuen. Meldet euch.

27. November 2013

Es geht in die Weihnachtszeit

Habt ihr schon die ersten Kekse gebacken und seid mit dem Schmücken der Wohnung fertig.
Morgen findet in “meiner” Schule der jährliche Adventstag statt. Jede Klasse bereitet ein Verkaufs- oder Mitmachangebot vor. Mit meiner Gruppe habe ich Backmischungen im Glas gemacht, Smarties-Cookies und Schoko-Brownies. Ich finde das macht immer was her:

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Damit es auch einigermaßen nett in unserer Klasse ist, haben wir am Montag während des Kunstunterrichts Fensterbilder gemacht. Da ich alles auf Zuruf aus der Hand gezeichnet habe, ist’s auch nicht wirklich perfekt geworden aber wir sind alle große Fans unseres Werks:

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Zu Hause habe ich gemeinsam mit dem Lausejungen das Haus weihnachtlich geschmückt. Er war ganz hin und weg! Natürlich durfte er in den Kisten kramen und trug mir alles hinterher, damit ich es aufhänge. Schön, dass er auch so ein Adventfanatiker zu sein scheint.
Ach und dann habe ich noch nach dem neuen Tutorial von Hamburger Liebe für meine Mama einen Loop zum Geburtstag genäht. Das Endprodukt ist schon verschenkt und wird getragen, aber hier bekommt man einen kleinen Eindruck der gewagten Farbkombi:

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Für mich war’s erst der zweite Loop und das erste Mal eine Arbeit mit Applikation. Das hat besser geklappt als ich zunächst vermutet hatte, juhu!
Kekse habe ich noch nicht gebacken, mal sehen wann ich dazu Zeit finde. Macht’s euch schön!

12. November 2013

Shirt goes Halssocke: Upcyclingdienstag

Heute hat der kleine Lion Geburtstag. Er wird 3!
Lion ist des Lausejungen fast-Verwandter (Sohn der Freundin meines Cousins, mal x zum Quadrat, weißte Bescheid) und wir arrangieren gern Spieldates.
Dem Jubilar wollte ich neben dem üblichen Spielkram gern etwas nähen. Auf dem Nähtisch lagen noch ein zu klein gewordenes Raglanshirt und etwas Verschnitt (Nahtzugabe vergessen möp!):

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Daraus habe ich ohne Schnittmuster, Lineal und sonstige hilfreiche Zugaben vier Rechtecke geschnitten (von jedem
Stoff zwei):

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Gleich Stoffe zusammengenäht, festgesteckt, gewendet, einen Miniloop in der Hand gehalten und geärgert, wieder aufgeschnitten (herrje mein Inside-Out-Problem) und nochmal anders zusammengenäht. Bis ich endlich das hier in den Händen hielt

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Eine Halssocke! Ich mag die Dinger, denn kleine Menschen können sie selbstständig an- und ausziehen, es baumelt nichts beim Spielen im Weg herum und der Hals bleibt schön warm. Nun bin ich auch ganz froh, dass der schöne Fuchsverschnitt eine neue Bestimmung gefunden hat.
Der Mann des Hauses fungiert auch extra für euch als Model, welches besser still hält als der Lausejunge:

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Mit diesem Beitrag werde ich am tollen Upcycling-Dienstag von Nina (die ich sehr vermisse) teilnehmen, am heutigen Creadienstag und an der Novemberausgabe von Made4boys. Poah!

10. November 2013

Hin und her und überhaupt

Oh je, ich schaffe echt keine tollen und interessanten Postings hier, weil das Reallife so ausgebucht ist.
Ich denke, dass ich über kurz oder lang diesen Blog hier schließen werde. Was bringt es alle paar Wochen ein Notbeitrag hochzuladen, den dann eh keiner liest, weil hier nichts passiert?! Bei Blogbeginn war das alles anders geplant. Bis Ende des Jahres versuche ich das alles hier zu halten, dann ist wahrscheinlich Schluss.

Diese Woche habe ich morgens entweder im Platzregen gestanden oder sowas hier gesehen:

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Nachdem ich bis in den Nachmittag Elternsprechtag mit unserer Klasse hatte, blieben mir noch genau 20 Minuten, um alles einzupacken und mit dem Lausejungen zum nahegelegenen St.Martinszug zu gehen. Es regnete in Strömen und die Mit-geh-Mutti hatte sich ohne Ankündigung mit ihrer Tochter ins Einkaufszentrum aufgemacht (grrrrr, ich mag keine unzuverlässigen Menschen). Also gingen Lausejunge und ich allein los. Er war überglücklich und hielt während des gesamten Laternenzug tapfer seine erste Selfmadelaterne:

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Der Gute ist ganz besessen von den Martinsliedern und sang an der Tür der Nachbarin ganz hingebungsvoll die erste Strophe von “Ich geh mit meiner Laterne” – zu süß. Die Entlohnung in Form eines Schokoriegels durfte er sofort verspeisen, man war er glücklich.
Den Rest der Woche haben wir mit Bankterminen (wäh! dabei verstehe immer nur “Bla”), einer Martinsfeier in meiner Schule und weiteren Terminrennereien verbracht.
Und nun geht’s nochmal an die Nähmaschine. Macht’s euch schön!

28. Oktober 2013

Oktoberaktivitäten

Zur Zeit habe ich noch Herbstferien, aber aktiver bin ich hier trotzdem nicht im Blog. Schade, aber es passt alles irgendwie nicht, so dass ich mehr Reallife momentan bestreite anstatt mich hier zu verschriftlichen.
Ich war aber seit dem letzten Beitrag auf zwei Konzerten meiner absoluten Lieblingsband, den Toten Hosen:

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Dort hatte ich eine ganz wunderbare Zeit. Bedenkt man, dass ich vor 20 Jahren auf meinem ersten Konzert von Campino & Co war, wird mir erst bewusst wie “alt” ich bin. Die Band ist so mitreißend wie damals und der Sänger noch genauso attraktiv in meinen Augen *kicher.
Diesen Monat habe ich es auch wieder zum veganen Privatcafé Café Mousebear geschafft und dort reichlich geschlemmt:

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Besonders der Reiskuchen (siehe Link oben) und die Marzipan-Aprikosentorte wären zum Reinknien gewesen – hab ich aber natürlich nicht gemacht.
Vergangene Woche wurde mein Lausejunge zwei. Wird man mit den Jahren eigentlich weniger emotional an diesem Tag? Herrje, ich hätt über den Tag immer mal wieder ein Ströphchen heulen können, weil ich mich so an ihm erfreut hab. Er war auch zuckersüß und hat seine Geschenke mit so viel Leidenschaft geöffnet und bespielt. Hach ja:

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Die restlichen Ferien verbringen wir damit Wasserfarben in der Küche zu verteilen (Geburtstagsgeschenk), des Lausejungen erste eigene Laterne zu basteln, Kinderlieder zu hören und die gemeinsame Zeit zu genießen. Lasst es euch gut gehen!

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